Tipps für die Jahreszeit

Alternativen zum Nasenspray

© Africa Studio AdobeStock 195069078

Eine verstopfte Nase ist unangenehm, mit Nasensprays lässt sich schnell Abhilfe schaffen. Die Anwendung von abschwellendem Nasenspray ist grundsätzlich auch nicht verkehrt, vor allem, wenn der Arzt eines verordnet hat. Doch die Sprays haben einen großen Nachteil: Wenn man sie zu lange bzw. zu häufig nutzt, kommt es zum Gewöhnungseffekt. Man kann ohne Nasenspray schließlich gar nicht mehr frei durchatmen und ist letzten Endes förmlich süchtig. Dabei kann die Nasenschleimhaut nachhaltig geschädigt werden.

Gerade wenn man häufiger einmal mit Schnupfen zu kämpfen hat oder während der Erkältungszeit kann es daher sinnvoll sein, nach Alternativen zum Nasenspray zu suchen.

Am besten ist es natürlich, wenn man den Schnupfen insgesamt schnell loswird. Um der Nase grundsätzlich zu helfen, ist es wichtig, die Schleimhäute feucht zu halten. Hier ist viel Flüssigkeit von Vorteil. Einerseits in dem Sinne, dass man genug trinkt. Damit hilft man dem Körper, Sekrete besser abtransportieren zu können.

Andererseits ist das richtige Maß an Feuchtigkeit in der Raumluft wichtig, denn zu trockene Luft trocknet auch die Schleimhäute aus. Dadurch schwellen diese wiederum an und man möchte ja genau das Gegenteil erreichen, nämlich, dass die Schleimhäute endlich abschwellen und die Nase entsprechend nicht mehr verstopft ist. Eine einfache erste Maßnahme kann es sein, eine Schüssel mit Wasser auf die Heizung zu stellen. Um das Raumklima zusätzlich zu verbessern, kann man etwas ätherisches Öl hineingeben, Eukalyptus hilft beispielsweise dabei, wieder besser durchatmen zu können.

Die Raumluft nicht zu trocken werden zu lassen, trägt auch dazu bei, erst gar keine Erkältung zu bekommen. Selbst wenn man sich noch keinen lästigen Schnupfen eingefangen hat, kann man zum Vorbeugen bereits darauf achten.

Zu Nasensprays gibt es darüber hinaus auch Alternativen. Hauptsächlich sind das Inhalationen, die Nasendusche und tatsächlich eine andere Art von Nasenspray.

Eine Inhalation lässt sich vergleichsweise einfach mit Zutaten zusammenstellen, die sich in so ziemlich jedem Haushalt finden lassen. Im Grunde braucht man nur ein Handtuch, einen Topf oder eine Schüssel, heißes Wasser und etwas ätherisches Öl, Salz oder, wenn gar nichts anderes greifbar ist, Teebeutel, zum Beispiel Kamillentee. Entweder man gibt ein paar Tropfen ätherisches Öl in das Wasser, löst Salz darin auf oder lässt zwei bis drei Teebeutel darin ziehen. Wichtig ist, dass die Inhalation so warm ist, dass Dampf aufsteigt, aber nicht so, dass es unangenehm wird. Anschließend beugt man sich über das Gefäß und legt das Handtuch so über den Kopf und über die Schüssel oder den Topf, dass sich der Dampf darunter sammelt und man ihn gleichmäßig einatmen kann.

Mit der Nasendusche dagegen wird die Nase gründlich durchgespült. Dabei wird man auch Viren und Bakterien los, befreit die Nase also von Krankheitserregern. Außerdem befeuchtet man durch die Prozedur die Schleimhäute. Eine Nasendusche eignet sich nicht nur als Mittel, wenn die Erkältung bereits zugeschlagen hat, sondern lässt sich auch prophylaktisch nutzen. Bei regelmäßiger Anwendung senkt sie das Risiko, überhaupt erst einen Schnupfen zu bekommen, weil die schuldigen Erreger hinausgespült werden.

Bei einer Nasendusche verwendet man meistens eine warme Kochsalzlösung. Zum Spülen lässt man die Lösung durch ein Nasenloch hineinlaufen, aus dem anderen Nasenloch läuft sie dann wieder heraus. Den Kopf muss man dabei zur Seite neigen und über das Waschbecken oder ein geeignetes Gefäß halten, um die Spüllösung aufzufangen.

Eine weitere Alternative zu Nasensprays mit abschwellenden Wirkstoffen ist sogenanntes Meerwasserspray oder auch Kochsalzspray. Solche Sprays enthalten nur eine Kochsalzlösung. Daneben existiert die Variante mit Dexpanthenol oder auch Kamille, um angegriffene Schleimhäute wieder zu heilen und zu desinfizieren.

Mit solchen Nasensprays erreicht man, dass die Schleimhäute nicht austrocknen und beseitigt damit schon eine Ursache für das Anschwellen. Nach der Anwendung löst sich das Sekret unter Umständen auch leichter und kann endlich ablaufen. Auch wenn diese Art von Sprays im Gegensatz zu anderen abschwellenden Sprays praktisch keine Wirkstoffe enthalten, sind sie dennoch hilfreich bei einem Schnupfen. Darüber hinaus besteht hier nicht die Gefahr eines Gewöhnungseffektes.

Empfehlungen